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12. November 2021

Ein weiterer Lockdown muss vermieden werden – Testangebote für die gesamte Bevölkerung absichern und nicht nur den Unternehmen auferlegen

Zur aktuellen Situation nimmt der Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner wie folgt Stellung:

„Die Infektionen steigen rasant. Darauf muss reagiert werden, entschlossen und abgestimmt. Auch ich weiß nicht, wie sich die Pandemie weiter entwickelt. Aber trotz permanenter Pressekonferenzen der Politik macht das immer wieder einen hektischen und teilweise kopflosen Eindruck. Nun soll es die 3G-Regel im Betrieb lösen.

Dazu kann ich nur deutlich sagen: Die Unternehmen leisten ihren Anteil schon seit Monaten – unter sehr erschwerten Bedingungen. In den Betrieben wird getestet, dort wird geimpft und vor allem: dort wird weiter gearbeitet. Nur dadurch wurde bisher die Versorgung der Bevölkerung mit Waren und Dienstleistungen abgesichert.

Bei der Politik gibt es ein nicht mehr überschaubares Durcheinander von Verkündungen. Die Abschaffung der kostenlosen Tests ist ein Beispiel, nun sind sie wieder da. Richtig so, denn nur ein negativer Test gibt zum Zeitpunkt seiner Erhebung eine hohe Sicherheit, dass keine Infektion vorliegt. Das war aber schon im September klar. Das Gerede von 2G als neue „Freiheit“ ist zum einen eine Zumutung, wie man die Eingriffe in die Grundrechte von Bürgern und Wirtschaft rechtfertigen will und zum anderen zeigt es angesichts der stark steigenden Zahl an Impfdurchbrüchen, dass es eine unzureichende Einschätzung ist.

Der Gesundheitsschutz von allen Bürgern verlangt es, in der Breite – und nicht nur in der Wirtschaft – engmaschig zu testen. Die Kosten für die Tests muss die Gesellschaft als Ganzes tragen, eine einseitige Belastung der Unternehmen darf es nicht geben. Das bunte Treiben im Karneval gestern mit unsicherem 2G und ohne Maske wird leider auch dort stark steigende Infektionszahlen bringen. Aus diesem Grund unterstützen wir unseren Ministerpräsidenten, wenn er notwendigerweise Kontaktreduzierungen anmahnt.“