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3. Februar 2022

Augenmaß statt Aktionismus: Arbeitgeberpräsident unterstützt die Position der sächsischen Landräte zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht

Zum Treffen der Landräte mit Sozialministerin Köpping nimmt VSW-Präsident Dr. Jörg Brückner wie folgt Stellung:

„Ich habe die Diskussion im Gesundheitswesen aufmerksam verfolgt und schließe mich der Forderung der sächsischen Landräte an, die einrichtungsbezogene Impfpflicht auszusetzen.

Es wird immer offensichtlicher, dass der aktuelle Verlauf der Pandemie Maßnahmen mit Augenmaß verlangt. Dazu gehört eine hohe Eigenverantwortlichkeit Aller. Dies wird besonders in den Bereichen der Pflege und des Gesundheitswesens deutlich. Impfen verhindert schwere Verläufe, aber nicht die Infektion. Das erleben ja gerade auch die Bundesländer, die bei der Impfquote weit vorn liegen, nun aber auch bei den Infektionen.

Es ist meine Aufgabe darauf hinzuweisen, dass alle Bereiche der Gesellschaft am Laufen bleiben müssen. Das ist im Gesundheitswesen so und in der Produktion der von der gesamten Gesellschaft gebrauchten Güter und Dienstleistungen ebenso. Das erfordert Augenmaß und eine hohe Eigenverantwortung. Kontaktreduzierung und Testen sind die geeignetsten Mittel.

Der Schutz der Kranken und Pflegebedürftigen ist ganz wichtig – und genau dem haben sich die Krankenschwestern, Pfleger und Ärzte von Beginn der Pandemie an vorbildlich gewidmet, egal, ob geimpft oder ungeimpft. Wir brauchen alle Mitarbeiter auch weiterhin.

Deshalb wird es nun endlich Zeit – und auch das sage ich als Arbeitgeberpräsident – dass die Mitarbeiter, die in diesen Bereichen arbeiten, eine Anerkennung der Gesellschaft in Form einer Steuerfreiheit von Bonuszahlungen erhalten. Das kann die Politik nun wirklich tun.“