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25. August 2023

Sächsischer Industriekulturpreis für „Niemeyer-Sphere“

Bereits zum fünften Mal lobten am 22. August 2023 die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft und die Johann-Andreas-Schubert Stiftung den mit 10.000 EUR Preisgeld dotierten sächsischen Industriekulturpreis aus und verliehen diesen gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen an herausragende Initiativen bzw. Projekte.

In diesem Jahr erhielt die Techne Kirow GmbH den Industriekulturpreis für die „Niemeyer Sphere“. Die im Durchmesser zwölf Meter betragende Kugel aus weißem Sichtbeton und abdunkelbaren dreieckigen Fenstern aus Spezialglas ist ein architektonisches Meisterwerk – 2011 erdacht und konzipiert vom weltbekannten brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer. Auf dem Dach und scheinbar an der Wand klebend ergänzt die Niemeyer Sphere die historischen Fabrikhallen der Kirow-Werke im Leipziger Stadtteil Neulindenau. Sächsische Industriearchitektur trifft auf diese außergewöhnliche Formensprache von Oscar Niemeyer.

Die Sphere dient aber nicht nur als architektonisches Wahrzeichen, sondern erfüllt auch einen praktischen Zweck: Als Innovationszentrum und Raum für kreative Ideen beherbergt sie Forschungseinrichtungen, High-Tech-Labore und Arbeitsbereiche, die darauf abzielen, zukunftsweisende Technologien zu entwickeln und umzusetzen. Hier treffen Wissenschaftler, Ingenieure und visionäre Denker aufeinander, um gemeinsam an wegweisenden Projekten zu arbeiten, die die Grenzen des Möglichen neu definieren.

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro widmet die Techne Kirow GmbH dem Straßenkinder e. V. und dem Land in Sicht e. V. Der Straßenkinder e. V. unterstützt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die in Obdachlosigkeit leben bzw. von Obdachlosigkeit bedroht sind. Der Förderverein Land in Sicht e. V. unterstützt gemeinnützige Vereine in ländlichen Regionen Sachsens, die sich für Weltoffenheit engagieren und sich gegen Diskriminierung und Rassismus wenden.

Der Sächsische Industriekulturpreis soll genau jene Personen und Institutionen auszeichnen, die sich mit konkreten Aktivitäten bzw. Projekten dem Erlebbar-Machen von Industriekultur widmen oder neue Kapitel hinzufügen. Die Auszeichnung wird seit 2013 alle zwei Jahre verliehen, bewerben können sich juristische und natürliche Personen.

Foto: Daniel Viol