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15. Dezember 2023

VSW erfreut über die höchsten Investitionen seit über zehn Jahren – aber der Mittelstand darf dabei nicht auf der Strecke bleiben

Die sächsische Industrie hat im vergangenen Jahr fast 4,2 Mrd. EUR investiert. Dies ist der höchste Wert seit über zehn Jahren und zugleich der zweithöchste überhaupt. Die VSW ist über diese Entwicklung sehr erfreut, zeigt es doch, dass Sachsen als Wirtschaftsstandort attraktiv ist. Zudem wurde damit die unrühmliche Schwächephase der Jahre 2014 bis 2020 beendet, denn bereits 2021 war ein starkes Investitionsjahr.

Bei aller Freude muss jedoch auch hier etwas Wasser in den Wein geschüttet werden: Denn fast ein Drittel der Investitionssumme des Jahres 2022 stammte aus der Halbleiterindustrie, die wiederum durch massive staatliche Unterstützung in eine privilegierte Position gehievt wurde. Der Mittelstand leidet dagegen unter den enormen Defiziten Deutschlands, allen voran der überbordenden Bürokratie wie sie beispielsweise das Lieferketten- oder das Hinweisgeberschutzgesetz verursachen sowie den hohen Arbeitskosten und Energiepreisen.

Die Aufgabenstellung ist daher klar: Der Staat muss gute Rahmenbedingungen für die Unternehmen schaffen, die jene Wertschöpfung erzeugen, auf der der Wohlstand unseres Landes basiert. Die Beseitigung bürokratischer Hindernisse sollte dabei in Zeiten knapper Kassen als „kostenloses Konjunkturprogramm“ eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.