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16. Februar 2024

Sächsischer Export spürbar niedriger – Ausfuhren nach China brechen ein

Laut der Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamtes exportierten die sächsischen Unternehmen im Jahr 2023 Waren im Wert von 49,7 Mrd. EUR. Das ist der zweithöchste Wert überhaupt, bedeutet gegenüber dem Vorjahr jedoch einen Rückgang von 7 Prozent. In der Gesamtschau war der Rückgang allerdings vor allem preisgetrieben, was u.a. an den extrem hohen Preisen für Energie und Rohstoffe im Jahr 2022 lag, die sich im vergangenen Jahr wieder deutlich reduzierten. Mengenmäßig gab es dagegen eine Stagnation bei rund 7,8 Mio. t exportierter Waren.

Insbesondere die Ausfuhren nach China – Sachsens wichtigstem Exportmarkt – sind regelrecht eingebrochen (-2,2 Mrd. EUR bzw. -26 Prozent) und erklären damit einen Großteil des Gesamtrückgangs. Vor allem (E-)Autos als Sachsens wichtigstes Exportgut wurden im „Reich der Mitte“ deutlich weniger nachgefragt (-30 Prozent. Aber auch die Lieferungen in die wichtigen Zielländer USA, Tschechien und Polen waren deutlich rückläufig.

Aufgrund starker Zuwächse bei den Exporten ins Vereinigte Königreich (+22 Prozent) ist dieses nun wieder auf Platz 3 der Rangliste der wichtigsten Zielländer zu finden. Russland ist als Exportmarkt für Sachsen mittlerweile weitestgehend unbedeutend: 2023 wurden gerade noch Waren im Wert von 213 Mio. EUR dorthin geliefert, was mit Rang 35 korrespondiert.