Vor der Entscheidung des Dresdner Stadtrates über den Ersatzneubau der Carolabrücke am Donnerstag, dem 19. Juni 2025, erklärt Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner:
„Bereits jetzt ist die eingestürzte Carolabrücke zum Sinnbild für träge Entscheidungsprozesse, ideologische Instrumentalisierung und mangelndes Gespür für die Erwartungshaltungen der Menschen an ein funktionierendes Gemeinwesen geworden.
Der tägliche Stau auf der Marien- und Albertbrücke führt uns vor Augen, wie wichtig Ausweichrouten sind. Dies gilt umso mehr, wenn Verkehr angesichts erforderlicher Sanierungen an anderen Brücken im Stadtgebiet umgeleitet werden muss. Da helfen uns die jetzt herangezogenen Verkehrsprognosen, die eine Reduzierung der ehemals vier KfZ-Fahrspuren rechtfertigen, nicht weiter.
Neun Monate haben nicht ausgereicht, die teileingestürzte Carolabrücke komplett abzureißen. Unabhängig davon muss doch Konsens sein, wenigstens wieder aufzubauen, was einstürzte: nämlich vier Kfz-Fahrspuren. Ansonsten würde die Carolabrücke auch ein Sinnbild für Rückbau in einer Zeit, da Politiker parteiübergreifend nicht müde werden, Aufbruchstimmung zu beschwören.“
