Suche
9. September 2025

Spitzenplatz beim Bildungsmonitor verteidigt – internationaler Vergleich bleibt Maßstab

Zur erneuten Verteidigung des ersten Platzes Sachsens im bundesweiten INSM-Bildungsmonitor 2025 erklärt Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner:

„Wir freuen uns sehr über das bundesweit erneut gute Abschneiden Sachsens im Bildungsmonitor. Der erste Platz ist kein Zufall, sondern das Ergebnis des Engagements der Lehrer und Erzieher im Freistaat und einer gut aufgestellten Betreuungsinfrastruktur. Zugleich ist er Ausdruck verantwortungsvoller und guter Bildungspolitik.

In diesem Zusammenhang begrüßen wir ausdrücklich das Maßnahmenpaket von Kultusminister Conrad Clemens. Denn: Mehr Lehrer gehören vor die Klasse – damit weniger Unterricht ausfällt. Sozialpädagogen oder multiprofessionelle Teams können sie nicht ersetzen. Stattdessen gilt es, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass Lehrkräfte sich stärker auf den Unterricht konzentrieren können. Das bedeutet: die Eigenverantwortung der Schulen zu fördern, Eltern stärker in die Pflicht zu nehmen, den Status der Lehrer als Respektpersonen zu stärken und unnötige Bürokratie abzuschaffen. Die Reduzierung von Klassenarbeiten und Prüfungen allerdings nicht – sie bleiben ein unverzichtbarer Bestandteil schulischer Leistungsbewertung.

Der Minister und sein Haus sind auf dem richtigen Weg – nun heißt es: weiter so! Denn unser Orientierungsmaßstab ist nicht die bundesweite Rangliste. Die dort festgestellten Mängel in anderen Bundesländern sind eher abschreckend als anspornend. Maßgeblich bleiben die internationalen PISA-Ergebnisse.

Der Bildungsmonitor ist zudem immer auch Anlass zur Selbstreflexion: Was können wir noch besser machen? Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass einige andere Bundesländer aufgrund fehlender Abschlussprüfungen beim Thema Schulabbrecher häufig nur auf dem Papier besser abschneiden. Dennoch gilt: Mit einer Schulabbrecherquote von über 8 % dürfen wir uns nicht zufriedengeben. In Zeiten des demografischen Wandels darf niemand zurückgelassen werden.

Unser Wohlstand beruht auf der Arbeit in den Betrieben. Doch neben Einsatz braucht es Wissen und Können, um Produkte und Dienstleistungen in hoher Qualität zu schaffen. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die MINT-Fächer. Sie sind das Fundament für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung unserer Zukunft. Die Wirtschaft steht zu ihrer Verantwortung – stärken wir daher SCHULEWIRTSCHAFT als Plattform der beruflichen Orientierung, damit junge Menschen ihre Talente entfalten und Betriebe die Fachkräfte von morgen gewinnen können.“

Alle Ergebnisse des Bildungsmonitors 2025 finden Sie hier: www.insm.de/bildungsmonitor-2025