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16. Januar 2026

Pressestatement von Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner zur angestoßenen Debatte um die Reform des Arbeitszeitgesetzes

Zur aktuellen Debatte um die Reform des Arbeitszeitgesetzes erklärt Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Bückner:

„Die gesetzliche Einführung einer Wochenarbeitszeit und die rechtssichere Absicherung der vertraglich vereinbarten Vertrauensarbeitszeit dürfen nicht länger aufgeschoben werden. Deshalb unterstütze ich die Initiativen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Ministerpräsident Michael Kretschmer ausdrücklich und erinnere zugleich an die bereits im Koalitionsvertrag getroffene Zusage: ‚Die Arbeitswelt ist im Wandel. Beschäftigte und Unternehmen wünschen sich mehr Flexibilität. Deshalb wollen wir im Einklang mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit schaffen – auch und gerade im Sinne einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.‘

Wir befinden uns in einer tiefgreifend veränderten Arbeitswelt, während das geltende Arbeitszeitrecht noch aus einer anderen Epoche stammt – und damit sowohl Betriebe als auch Beschäftigte insbesondere in Branchen wie dem Gesundheitswesen, der Pflege sowie dem Hotel- und Gastgewerbe bei Schichtdiensten, Bereitschaftszeiten, Wochenendarbeit und saisonalen Arbeitsspitzen ausbremst.

Der überfällige Wechsel von der starren täglichen zur wöchentlichen Arbeitszeit darf kein bloßer kosmetischer Schritt bleiben. Entscheidend ist, dass endlich Spielräume für individuelle betriebliche Lösungen geschaffen werden. Einheitliche, starre Modelle passen nicht mehr zu modernen Arbeitsformen und behindern Innovation sowie Produktivität.

Dabei ist klar: Es geht darum, Arbeit intelligenter, flexibler und lebensnäher innerhalb der Woche zu organisieren. Die gesetzliche Verankerung der Wochenarbeitszeit ist dafür der richtige und notwendige Weg.“