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14. September 2026

Bildungsmonitor 2026: Sachsen wieder vorn – PISA bleibt der eigentliche Maßstab

Zur Vorstellung des diesjährigen INSM-Bildungsmonitors erklärt Arbeitgeberpräsident
Dr. Jörg Brückner:

„Wir freuen uns über das erneut sehr gute Abschneiden Sachsens im Bildungsmonitor. Doch Platz eins unter den Bundesländern darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch Sachsen bildungspolitisch keinen Grund zur Selbstzufriedenheit hat. Mit 62,9 Punkten liegt der Freistaat zwar erneut an der Spitze, zugleich aber 4,3 Punkte unter seinem Vergleichswert von 2013. Platz eins ist gut – entscheidend ist jedoch nicht, besser als die anderen zu sein, sondern selbst besser zu werden.

Unser eigentlicher Maßstab bleibt der internationale Vergleich. Und hier geben die aktuellen PISA-Ergebnisse erheblichen Anlass zur Sorge. Deutschland erreicht in zentralen Kompetenzbereichen nur noch internationales Mittelmaß. Rund jeder dritte Schüler verfügt in Mathematik beziehungsweise im Lesen nicht über ausreichende Basiskompetenzen. Damit fehlen wesentliche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg in Ausbildung und Beruf. Zugleich sinkt der Anteil besonders leistungsstarker Schüler. Gerade auf diesen Nachwuchs sind unsere Unternehmen angewiesen, um Innovationen voranzutreiben und im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Wer wirtschaftliche Spitzenleistungen erwartet, darf sich mit schulischem Mittelmaß nicht zufriedengeben.

Auch die sächsischen Ergebnisse des Bildungsmonitors mahnen zur Vorsicht: Zwar erreichen Sachsens Neuntklässler bundesweit die höchsten Kompetenzen in Mathematik und Naturwissenschaften. Gegenüber der vorherigen Erhebung sind die durchschnittlichen Leistungen jedoch gesunken und die Risikogruppen größer geworden. Kritisch bleibt auch die Schulabbrecherquote. Mit 9 Prozent liegt Sachsen weiterhin über dem Bundesdurchschnitt von 7,8 Prozent. In Zeiten des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels können wir es uns nicht leisten, junge Menschen ohne ausreichende Grundkompetenzen oder Abschluss zurückzulassen.

Umso mehr unterstützen wir Kultusminister Conrad Clemens, an einer leistungsorientierten Bildungspolitik festzuhalten. Entscheidend ist, dass sich dieser Anspruch in messbaren Bildungserfolgen niederschlägt: Lernrückstände müssen abgebaut, Basiskompetenzen gestärkt und besondere Begabungen gezielt gefördert werden – insbesondere im MINT-Bereich.“

Alle Ergebnisse des Bildungsmonitors 2026 finden Sie hier: www.insm.de/bildungsmonitor-2026